Gefahr in Verzug bei der Oderlandrallye Von Jürgen Pahn Brieskow-Finkenheerd Zu ihrer alle zwei Jahre stattfindenden Oderlandrallye trafen sich am Sonnabend Feuerwehrleute aus dem Landkreis Oder-Spree. Als Gäste nahmen befreundete Wehren aus Berlin-Buchholz, Berlin-Blankenburg, Celle und Rangsdorf an diesem Wettbewerb teil, die polnischen Teams reisten leider nicht an. Start und Zielpunkt war Brieskow-Finkenheerd, wo dieses Wochenende im Zeichen der Hundertjahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr stand. Starter Christopher Blume sorgte vor dem Feuerwehrhaus dafür, dass ab 6 Uhr alle zwanzig Minuten eine Mannschaft auf die Strecke gehen konnte. Zuvor hatte jede ein Streckenbuch mit Wegepunkten, Aufgaben und Kartenmaterial sowie Verpflegungsbeutel und Getränke erhalten. "Für den Wettbewerb gelten strenge Regeln", erzählte Blume. "Diese betreffen nicht nur die zu tragende Ausrüstung, sondern beziehen sich auch auf die Abläufe bei der Lösung der Aufgaben." Das Benutzen der Autobahn war verboten, die für den realen Einsatz geltenden Vorschriften und Verfahren sowie die Straßenverkehrsordnung einzuhalten. Vor Ort war dann teilweise viel Kreativität erforderlich, um die vorhandenen Hilfsmittel richtig einzusetzen. Zu langsames Fahren wurde ebenso mit Strafpunkten bedacht, wie zu schnelles. Es gab genügend Reservezeiten, so dass auch ein geschlossener Bahnübergang nicht zum Handicap werden konnte. Die Route führte die Rettungskräfte durch den ganzen Landkreis Oder-Spree, es durfte das GPS benutzt werden, aber nicht das Blaulicht. Nun war nur noch zu hoffen, dass keine Besatzung auf einen realen Unfall trifft, dann stände die Ersthilfe im Vordergrund, bei aller Wahrscheinlichkeit, eine schlechte Platzierung nach sich ziehend. So erging es in einem früheren Wettbewerb einmal den Müllrosern, sie halfen und landeten auf dem letzten Platz, nahmen dies jedoch gelassen. Die Pflicht geht vor. "Während unseres Wettbewerbs ist die Einsatzbereitschaft im gesamten Landkreis natürlich gewährleistet", erklärte Blume. "Zum Einen sind die teilnehmenden Fahrzeuge komplett ausgestattet und aufgetankt, andererseits gibt es im LOS rund 160 Feuerwehren, die bereit stehen." Der Feuerwehrstützpunkt in Müllrose war erste Station im Wettbewerb. Hier musste eine unter einem Baucontainer liegende Person geborgen werden. "Das ist ein Szenarium, das bereits in der Gruppenführerschule gelehrt wird", berichtete Marco Hilse, Mitglied der Ortsfeuerwehr Müllrose und Schiedsrichter an dieser Station. "Hydraulische Winden und andere Hilfsmittel waren dabei einzusetzen und eine Reanimation durchzuführen." Erschwerend kam hinzu, dass ein "Kollege" des Unfallopfers die Nerven verlor, die Bergungsarbeiten damit störte und vom Unfallort entfernt werden musste. Die Ersten, die dabei mit 500 die volle Punktzahl erreichten, waren die Kameraden aus Berlin-Buchholz. "Sehr ruhig, sehr abgeklärt, sie haben vernünftig miteinander geredet, ein hervorragend eingespieltes Team", stellte Hilse fest. "Man merkt, dass sie das öfter machen oder sehr intensiv geübt haben." Platzierungen der LOS-Wehren: 1. Löschzug Innenstadt Eisenhüttenstadt (3232 Punkte), 2. Hangelsberg (3180), 3. Lindenberg (3165), 4. Löschzug Mitte Fürstenwalde (3045), 5. Wiesenau (3015), 6. Erkner (3008), 7. Wendisch Rietz (3000), 8. Birkholz (2985), 9. Friedland (2970), 10. Schernsdorf/Müllrose (2962), 11. Beeskow (2940), 12. Neuzelle (2840). 13. Storkow (2655), aufgegeben: Woltersdorf; Die Platzierungen der Gäste: 1.Berlin Buchholz (3168), 2. Landkreis Celle (3040), 3. Berlin-Blankenburg (2395), 4. Rangsdorf (1840, Schaden am Fahrzeug) Quelle. Märkische Oderzeitung moz.de
Quelle. Märkische Oderzeitung moz.de
06.06.2009 Berlin Rallye Start und Ziel ist Die Feuerwache Buchholz
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